Wenn das Angus Beef einem Schaschlik weichen muss…

Ja, richtig… Kasachstan ist für uns eine kulinarische Rundreise geworden.

Ein Schaschlik mit Entenfleisch oder Lamm (ca. 5 EUR/kg im Restaurant inkl. erstklassigem Service) hat einen wesentlich besseren und intensiveren Geschmack, als das bislang teuerste Angus Beef (68 EUR/kg), welches wir gegessen haben. Kaum vorstellbar, aber wahr.

Wir glauben schon fast, dass wir weniger Fleisch essen werden wenn wir wiederkommen. Da kann das einheimische Fleisch einfach nicht mithalten. Vor allem braucht das Fleisch hier in Kasachstan keinerlei Soßen oder Zusätze – es schmeckt einfach so

Kühe in der freien Natur

Die Tiere werden ohne Antibiotikum, Hormone und vor allem ohne Mästmittel aufgezogen. Da das Land kaum oder garnicht ins Ausland exportiert und zudem dünn besiedelt ist, muss auch nicht so irrsinnig viel produziert werden.

Aber nicht nur das Fleisch, sondern auch Obst und Gemüse schmecken viel intensiver und nicht so „wässerig“ wie z.B. die Tomaten und Gurken, die wir von Zuhause kennen. Der Salat braucht hier kein Dressing.

Salat ganz ohne Dressing

 

Den süßen Duft der Kirschen und Erdbeeren kann man auf dem Markt schon vom weiten riechen.

Wir lassen es uns schmecken und genießen jede Mahlzeit.

Fortbewegung in Kasachstan

Nach nun 5 Tagen in Kasachstan haben wir bereits 5 verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten ausprobiert. Zu diesen zählen:

  • Das offizielle Taxi
  • Die inoffiziellen Taxis (mittels Uber und Yanda App)
  • Der öffentliche Bus
  • Per Anhalter
  • und der Zug

Am teuersten sind die mehr oder weniger sich als offiziell ausgebenden Taxifahrer am Flughafen und an den Bahnöfen. Sollte man von dort aus starten, unbedingt darauf achten dass das Taxi einen fest eingebauten Taxometer hat. Viele vemeidliche Taxifahrer nutzen gerne hierfür eine App die man schnell manipulieren kann. Sollte man in solch ein Taxi gestiegen sein, einfach freundlich den Fahrer bitten nicht los zu fahren und direkt aussgeigen, denn solch eine Taxifahrt kostet euch mindestens das 10-fache des regulären Preises.

Der öffentliche Bus kostet 150 KZT (ca. 0,38 EUR) pro Fahrt, unabhängig davon, wie weit man fährt.

per Anhalter fahren in Kasachstan

Die wohl beste Art sich in der Großstadt fort zu bewegen ist, sich einfach an die Straße zu stellen und binnen Sekunden (ja wirklich Sekunden), bleibt jemand stehen. Passt die Richtung des Fahrers, wird man für einen kleinen Betrag oder sogar manchmal umsonst mitgenommen.

So haben uns ein paar sehr gastfreundliche Einheimische auf dem Weg zum Big Almaty Lake mitgenommen, weil sie ohnehin auf dem Weg dorthin waren. Sie haben nicht nur kein Geld für die Fahrt verlangt oder erwartet, sondern haben uns sogar noch zum essen eingeladen.

Der Big Almaty See in Kasachstan

Gestern abend sind wir in den Bergen von Almaty angekommen und haben direkt einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebt.

Unsere Unterkunft liegt nur 3,7 km und mit nur 470 m Höhenunterschied von diesem wunderschönen See, dem Big Almaty Lake, entfernt. Also haben wir nach dem Frühstück unserer warmen Sachen gepackt und uns auf den Weg gemacht – denn so etwas sollte man sich schließlich nicht entgehen lassen.

Der Big Almaty Lake

Auf 2.511 m über N.N., einer Länge von 1,6 km und nur ca 25 m Wassertiefe, liegt dieser türkisblaue, von Gletscherwasser gefüllte See inmitten einer absolut idyllischen Berglandschaft und lässt uns aus dem Staunen nicht heraus.

Jeder einzelne gelaufene Meter ist es wert, wenn man oben an der Brüstung steht und diesen Ausblick genießen kann.

Kasachstan – Endlich wieder abwechslungsreiches Essen

Nach nun fast einandhalb Monaten ¨Fried Rice¨ und ¨Fried Nudels¨ sind wir in Kasachstan angekommen und haben uns direkt vom Flughafen mit dem Taxi, noch vor dem Hotel, an einem Restaurant absetzen lassen um der kasachischen Küche sehnlichst ¨Guten Tag¨ zu sagen.

Erstes Schaschlik

Mit Schaschlik und auf einem Mangal gebratenen Pilzen, einem ordentlichen Bier, welches nicht auf Reisbasis gebraut wurde, sowie einem Stück ¨Kurt¨ (einer sehr sehr salzigen Käsezubereitung) welches optimal zum kasachischen Bier passt.

Nach unserem Zwischenstopp in Almaty machen wir uns für einige Tage auf in die Berge, um den wohl türkisesten See in dieser Region zu bestaunen.

Das grenzt schon an Tierquälerei

Es sind 30 Grad im Schatten, der Körper ringt ständig nach Wasser und sehnt sich nach einem Schattenplatz. Wir sitzen die meiste Zeit im klimatisierten Zimmer, weil die brüllende Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit kaum zum aushalten sind.
Doch auf dem Weg zum nächsten Shop, um uns wieder einmal mit lieterweise Wasser einzudecken, mussten wir so oft feststellen, dass Hunde, teils sogar kleine Welpen, in Hamsterkäfigen in der prallen Sonnenhitze ohne Wasser herumliegen, weil sie sich kaum noch bewegen können.

Als wir einem kleinen Hund in Hanoi (Vietnam) Wasser aus der Schale gegeben haben, kamen uns fast schon die Tränen und gleichzeitig machte sich eine Art Abneigung und Wut gegenüber den Tierhaltern im Kopf breit. Diese sitzten nämlich faul vor Ihrem Ventilator gleich nebenan mit dem Handy in der Hand, während sich die Hunde in der Hitze quälten (das Wasser haben die Hunde natürlich auf der Stelle ausgetrunken). Leider ist dies kein Einzelfall, wie wir in verschiedenen Städten erleben mussten.

Wir haben selbst zwei Hunde und diese Erfahrung hat uns wirklich erschüttert.